Onkel Hubbi hat’s gerichtet
Die Theatergruppe des TSV Ochenbruck hat auch mit ihrem diesjährigen Stück „Onkel Hubbi wird’s schon richten“ von Beate Irmisch ihr Publikum wieder restlos begeistert. Die eingespielte Truppe um „Oldie“ Horst Wolfert unter der neuen Leitung von Florian Weininger bot den zahlreichen Zuschauern in der Bürgerhalle in Schwarzenbruck vier abwechslungsreiche und kurzweilige Theaterabende, bei denen die Lachmuskeln der Zuschauer wiederholt kräftig strapaziert wurden.
Bei der Bäckerfamilie Dinkelkorn ist die Hölle los: Onkel Hubert (glänzend dargestellt von Horst Wolfert) und der Sohn des Hauses, Stefan (Florian Harmansa), zerstören nach einer durchzechten Nacht den Vorgarten der Nachbarin, Else Wachtel (Petra Weininger). Zu allem Überfluss geschieht dies auch noch mit dem „geliehenen“ Auto von Bäckermeister Heinz Dinkelkorn (Reimund Hüneburg). Der ahnungslose Heinz hat jedoch ganz andere Sorgen: nicht nur dass ihn der Dorfpolizist Eduard Jägermeister (Florian Weininger) verdächtigt, den Unfall verursacht zu haben, es steht ihm auch ein Besuch der Steuerprüfung ins Haus und er hat seiner Gattin Wilma (das erste Mal in der Hauptrolle: Birgit Humplmair) den Verbrauch der Familienrücklagen verschwiegen.
Die Verwicklungen werden komplettiert durch die Geschäftsführerin der Bango-Bängo-Popobar, Rosina Gierlundi (perfekte Bühnenpremieren: Nicole Nähr und Andrea Prottengeier), die die in der Vornacht geprellte Zeche eintreiben will, und die Finanzbeamtin Rosalie Gierschlund (Petra Schöpfer), die zur Buchprüfung antritt.
Onkel Hubbi hat in der Folgezeit alle Hände voll zu tun, sein Missgeschick zu vertuschen, seiner Jugendliebe Else Wachtel näher zu kommen und die Steuernachzahlung des Bäckereibetriebs zu verhindern. Dies gelingt ihm aber nur teilweise, auch dank der Enthüllungen des aufmerksamen Bäckerlehrlings Max (ebenfalls sehr gelungener Erstauftritt: Tim Schöpfer).
Die Zuschauer erfreuten sich drei Akte lang an witzigen Wortgefechten und komischen Verwechslungen und ließen sich ein um das andere Mal zu Begeisterungsstürmen hinreißen.
Bürgermeister Bernd Ernstberger dankte den Schauspielern für die souveräne und fehlerfreie Premiere und allen Helfern der Theatergruppe für die rundum gelungene Veranstaltung und zeigte sich überzeugt, dass die tollen Auftritte auch wegen der glänzend integrierten Nachwuchsspieler in den nächsten Jahren fortgeführt werden.
